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Geschichte des Geldes

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Seit es die Menschheit gibt, ist es so, dass Menschen unterschiedliche Dinge besitzen. Der eine baut Getreide an, der nächste stellt Schmuck her, der dritte fängt Fische und der vierte züchtet Schweine. Jeder dieser Menschen wollte jedoch nicht nur sein eigenes Produkt geniessen. Es bestand Bedarf nach anderen Produkten, über die der betreffende Mensch selber nicht verfügte. So entstanden, in grauer Vorzeit, die ersten Handelsbeziehungen. Und dieser Handel basierte auf dem Prinzip des Tausches. Man tauschte Felle gegen Nahrung, waffen gegen Werkzeuge, und, und, und. Diese Form des Handels barg zwei Probleme: Die Güter mussten mit zum Handelsplatz gebracht werden. Zudem wurde es dann kompliziert, wenn man tauschen wollte und das Objekt der eigene Begierde nicht zur Verfügung stand. Dies war umso schwieriger, da es Tauschgüter gab, die verderblich waren. Tauschen, schön und gut! Aber neue Ideen waren gefragt.

Irgendwann wurde erkannt, dass Edelmetalle selten und wertvoll sind. Dies traf insbesondere für Gold und Silber zu. Beide Edelmetalle wurden in Minen gewonnen und haben ihren Wert bis heute erhalten. Aus den Edelmetallen wurden Münzen geprägt und diese als Zahlungsmittel genutzt. Wichtig: Der Wert einer Münze bezog sich auf den Materialwert der selbigen! So entstand das erste Zahlungsmittel oder die Geburt des Geldes. Die Geburtsstunde von “Time is cash, time is money”.

Das Problem lag nun darin, dass man diese schweren Münzen mit sich führen musste. Zm einen war dieses sehr unhandlich. Zum anderen war dies nicht ganz ungefährlich. Stellen Sie sich vor Sie reiten mit einem grossen Sack Goldmünzen durch einen dunklen Wald. Und hinter jeder Mauer könnte eine Räuberbande warten.

Es wurde eine Lösung benötigt für einfach transportables Geld. Zudem war der Vorrat an Edelmetallen so beschränkt, sodass man hiermit keine fäechendeckende Versorgung umsetzen konnte. Es wurde eine neue Art von Geld geboren. In dieser einigte man sich auf einen Wert für dieses Geld. Neben Münzen entstanden nun auch Scheine. Der Wert bestand nicht mehr im Material einer Münze. Viel mehr bestand und besteht der Wert auf einer Vereinbarung aller, die dieses Geld benutzen. Dabei gilt die Gleichtung, dass sich der Wert an Waren und Leistungen einer Region und die Menge an Geld ungefähr gleich gestalten. Hier kommt und kam es aber stets zu Abweichungen.

Ist die Menge des Geldes grösser als die Menge an Waren und Leistungen, so spricht man von Inflation. Irgendwo ja auch logisch. Übertrieben gesagt: Existiert nur ein Brot und im Gegenzug 100 Millionen Euro, so kostet dieses Brot halt 100 Millionen Euro. Zeiten, in denen es so war, gab es übrigens wirklich. Man denke einmal zurück an die Zeit nach dem 1.Weltkrieg.

Umgekehrt ist es aber auch problematisch, wenn die Geldmenge kleiner als die Menge an Waren und Dienstleistungen ist. In diesem Fall spricht man von einer Deflation. Auch dies ist kein erstrebenswertes Ziel, da sich in solch einer Phase keine Gewinne erzielen lassen.

Über viele Jahrhunderte entwickelte sich das Geld zu dem, wie wir es heute kennen. Vielleicht wird es irgendwann auch eine Zeit ohne Geld geben! Dies erscheint, in ferner Zukunft, denkbar.


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