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Endlich Wochenende! Zeit für sich selbst, Zeit eine Auszeit von Arbeit zu nehmen und Zeit seinen Hobbys nachzugehen. Für manche heißt das sich mit Freunden treffen, anderen gefällt es King of Luck kostenlos zu spielen und wieder andere machen eben gerne online Glücksspielwetten. In Europa ist dies kein Problem. Es gibt Gesetze und Regeln, die die online Sportwettenanbieter in Grenzen halten. Doch in den USA war dies bislang nicht möglich. Lediglich in Nevada durfte auf Sportwetten gewettet werden. Insgesamt werden in Amerika im Jahr ungefähr 150 Milliarden Dollar auf sportliche Ereignisse gewettet. Jedoch sind 95 Prozent davon illegale Wetten, die auf dem Schwarzmarkt ablaufen. Die US-Regierung hat nun einen wichtigen Schritt getan um diese 95 Prozent zu senken und aus den online Wetten, die trotz Verboten und Gesetzen stattfinden, zu profitieren. In diesem Artikel erfahrt ihr mehr dazu.

Der Hintergrund

Seit dem Jahr 1992 gibt es in den ganzen USA ein geltendes Bundesrecht, das Sportwetten in den einzelnen Bundesstaaten verbietet. Dadurch sind keine flächendeckenden legalen Wetten möglich und der illegale Sportwettenmarkt boomt. Manche Staaten haben ein sehr begrenztes Angebot wohingegen Nevada mit der Glücksspielhauptstadt Las Vegas die größten Rechte besitzt. Die Legalisierung stand schon länger im Raum, doch die großen Sportligen der Major League Baseball und der National Football League haben sich dagegen gewehrt. Die große Befürchtung ist, dass die Integrität des Sports daran untergehen könnte wie zum Beispiel mit gekauften Schiedsrichtern oder manipulierten Spielen. Lange konnten die Major Leagues diese Regierungsentscheidung durch ihre Macht verhindern, doch in diesem Jahr war es soweit und das Gesetz wurde nach 26 Jahren aufgehoben.

Die Entscheidung

Das höchste Gericht der USA, der Supreme Court, hat beschlossen das Verbot, das seit 1992 in Kraft ist aufzuheben. Ab sofort dürfen die einzelnen Bundesstaaten selbst Gesetze erheben für die Regelungen von legalen Sportwetten. Da der Kongress keine Regelungen für die Sportwetten mehr hat, bekommen die Bundesstaaten automatisch die Freiheit dies selbst zu regeln. Insbesondere der Bundesstaat New Jersey hat schon seit langem versucht die Sportwetten zu legalisieren um die Wirtschaft in diesem Bereich voranzutreiben und von den illegalen Sportwetten zu profitieren. Diese Entscheidung ist vor allem für die großen amerikanischen Sportligen eine erhebliche Niederlage.

Die Wirtschaft

Durch die Verabschiedung dieses Gesetzes gibt es aber nicht nur Verlierer, denn durch diese neue Möglichkeit eröffnen sich in verschiedenen Branchen neue Einnahmequellen. Direkt nach der Veröffentlichung des Kongressbeschlusses sind die Aktien von Wettbüros und Spielcasinos deutlich gestiegen. Dies sind erste Anzeichen dafür, dass die Glücksspielindustrie durch die Aufhebung des Gesetzes deutlich an wert gewinnen wird. Auch der Staat profitiert an der neuen Situation. Durch neue Steuereinnahmen wird ihr Geldbeutel gefüllt. Es profitieren davon also nicht nur der Staat und die direkte Glücksspielindustrie, sondern auch Firmen, die mit den Glücksspielanbietern zusammenarbeiten. Unternehmen, die beispielsweise Software liefern oder dafür sorgen, dass Spielstände zeitgleich aktualisiert werden. Trotz der Niederlage bekommen selbst die großen Sportligen einen Teil des Kuchens ab. Von den 0,5 Prozent, die als Steuer und Gebühr auf Wettplatzierungen erhoben wird, bekommen die Profiligen und NCAA ungefähr 375 Millionen Dollar pro Jahr.

Du sitzt gerade am Computer und vergnügst dich im Online Casino? Vielleicht spielst du El Torero online, hast Spaß und stehst jetzt vor der Frage, wie das Ganze eigentlich steuerrechtlich aussieht? Nochmal Glück gehabt, denn grundsätzlich müssen Gewinne aus Glücksspielen in Deutschland nicht versteuert werden.

Unter welchen Voraussetzungen das gilt und welche anderen wichtigen Steuern du kennen und abführen musst, erfährst du in unserer Übersicht. Unsere Autoren verraten dir außerdem, welche Steuern du in Deutschland zahlen musst, welche nur in manchen Fällen auf dich zukommen und was bei der Steuererklärung zu beachten ist.

Unterscheidung von Steuerarten in Deutschland

Eigentlich zahlt man für fast alles, mit dem man tagtäglich zu tun hat, Steuern. Es gibt zahlreiche Steuerarten, die verschiedenste Lebensbereiche betreffen. Viele davon kennst du bestimmt (z.B. Hundesteuer), über andere stolpert man erst in einer spezifischen Lebenssituation (z.B. Erbschaftssteuer). Einige Beispiele?

  • Genussmittel, die besteuert werden:
    • Zigaretten
    • Alkoholische Getränke (Bier, Wein), alkoholische Softgetränke
  • Steuern mit Bedeutung für unseren Alltag:
    • Umsatzsteuer (bzw. Mehrwertsteuer)
    • Lotterie-, Wettsteuer (Gewinne aus Lotterien und Glücksspielen müssen allerdings nicht versteuert werden, wenn du kein Berufsspieler bist und die Gewinne innerhalb der EU erwirtschaftet wurden. Also Augen auf im Online Casino!)
    • Hundesteuer (natürlich nur für Hundehalter)
    • KfZ-Steuer (für Halter von Autos)
  • Steuern in Verbindung mit dem Beruf
    • Einkommenssteuer (für Arbeitnehmer)
    • Lohnsteuer (zieht der Arbeitgeber vom Gehalt ab)
    • Gewerbesteuer (nicht für einzelne Privatleute)
  • Besondere Steuern
    • Grunderwerbssteuer (relevant beim Kauf eines Grundstückes)
    • Erbschaftssteuer (wird bei der Übertragung von Vermögen wichtig)
    • Kirchensteuer (muss bezahlt werden, wenn du Mitglied in der evangelischen oder katholischen Kirche bist)

Dies sind nur einige Beispiele aus der bunten Steuerlandschaft in Deutschland. Viele Steuern zahlt man automatisch, wie beispielsweise die Mehrwertsteuer bei jedem Einkauf, den du tätigst. Mit anderen wird man spätestens dann konfrontiert, wenn man einen Beruf ausübt.

Grundpfeiler für Erwerbstätige: Die Einkommenssteuer

Diese Steuer ist für Arbeitnehmer am wichtigsten, denn diese ist für die Steuererklärung relevant. Sie wird für das Einkommen fällig, dass man im Jahr erwirtschaftet hat. Allerdings gibt es einen Mindestbetrag (Freibetrag, 8.820 € im Jahr), unter dem man keine Steuern für sein Einkommen abführen muss. Auch bei einem Verlustgeschäft werden darauf keine Steuern fällig. Ansonsten spielen für den Steuersatz viele Faktoren eine Rolle, unter anderem:

  • Familienstand (ledig, verheiratet)
  • Kinder
  • Gezahlte Versicherungsbeiträge
  • Miete, Nebenkosten
  • Möglichkeiten zum Absetzen von Steuern durch: Arbeitszimmer, Büromaterial, bestimmte Anschaffungen, die der Arbeit dienen
  • Steuererleichterungen gibt es auch bei körperlichen Beeinträchtigungen, der Pflege von Angehörigen, etc.

Aktuelle Frist für die Steuererklärung

Für das nächste Steuerjahr gilt erstmals eine verlängerte Abgabepflicht bis zum 31. Juli 2019. Mit Steuerberater haben Privatpersonen sogar noch länger Zeit, dann kann die Erklärung bis zum 29. Februar 2020 eingereicht werden. Wird der Termin versäumt, steht eine Mahnung und später ein Versäumniszuschlag an, deshalb sollte man sich den Stichtag unbedingt im Kalender markieren und frühzeitig die Steuererklärung vorbereiten. Die meisten Gemeinden nehmen diese nur noch online, per ELSTER, an. Bei Fragen und Problemen hilft ein Steuerberater weiter. Zwar kann auch das Finanzamt eine Frage beantworten, doch es leistet keine Beratung oder Hilfestellung.

Die Idee zu diesem Artikel ist beim Book Of Ra Online Spielen entstanden, als einer unserer Autoren versucht hat, seine Einsätze bei diesem Slot-Klassiker gewinnbringend zu vermehren. Er liebt das ägyptische Setting und die vielen Features des Spiels. Wir anderen haben uns derweil darum gekümmert, unsere Versicherungsdetails auf den neuesten Stand zu bringen – und bei dem ganzen Papierkram kam es uns in den Sinn: Sind Versicherungen nicht auch irgendwie eine Form von Glücksspiel? Dieser Diskussionsfrage widmen wir uns in diesem Artikel, und du bist eingeladen, uns nach der Lektüre deine eigene Meinung dazu per E-Mail mitzuteilen.

Gemeinsamkeiten von Glücksspiel und Versicherungen

Um der Frage nachzugehen, schauen wir uns erst einmal die Gemeinsamkeiten beider Felder an. Das Glücksspiel lässt sich durch einige ganz offensichtliche Faktoren definieren: Es gibt eigentlich keine Strategie; das Gewinnen ist reine Glückssache. Vor allem im Online Casino, wo ein Zufallsgenerator für die Symbole bei den Slots oder die Zahl beim Roulette verantwortlich ist. Taktisches Vorgehen spielt hier also keine Rolle. Beim Glücksspiel gehört außerdem dazu, dass wir Geld einsetzen – mit dem Ziel, es vermehren zu wollen. Genauso gut können wir es aber auch verlieren. Wir selbst entscheiden aber, wie hoch unser Einsatz ist und wann wir mit dem Spielen aufhören.

Betrachten wir einmal das Vorgehen bei Versicherungen, gibt es tatsächlich ein paar Dinge, die in gewisser Weise ähnlich sind, wenn auch auf skurrile Weise verdreht: Ob wir nämlich mit einer Versicherung gewinnen (also einen Unfall haben, aber abgesichert sind) oder verlieren (wir zahlen ein, aber es passiert nichts), können wir nicht voraussehen. Es ist wie ein Glücksspiel, für das wir uns absichern möchten. Man könnte sagen, dass wir mit einer Versicherung dann gewinnen (Sicherheit), wenn wir eigentlich verlieren (Unfall). Teilweise können wir entscheiden, wie hoch unser Versicherungsbeitrag ausfallen soll und wie lange die Laufzeit beträgt, doch diese Flexibilität ist nicht immer gegeben. Bei den Versicherungen zahlen wir außerdem regelmäßig ein, während wir beim Glücksspiel auch mal eine Pause einlegen können und an keine dauerhafte Einzahlung gebunden sind.

Ein Glücksspiel mit anderer Zielsetzung

Der große Unterschied liegt eigentlich in der Zielsetzung. Während wir beim Glücksspiel unser Geld vermehren möchten, setzen wir bei einer Versicherung zwar ebenfalls einen bestimmten Betrag ein, doch am Ende wartet leider kein Jackpot auf uns. Was wir hingegen erwarten können, ist ein „Gewinn“ im Schadensfall, den wir dann nicht selbst bezahlen müssen. Allerdings gibt es mittlerweile tatsächlich einige Versicherer, die Beiträge zurückzahlen, wenn kein Unfall passiert oder kein Schaden gemeldet wird, doch auch hier bekommen wir keinen wirklichen Gewinn heraus. Zudem sind wir bei Versicherungen nicht allein vom Glück abhängig, denn wir können schließlich selbst aufpassen, keinen Unfall zu bauen. Problemen wie Wasserschäden hingegen sind auch wir manchmal hilflos ausgeliefert.

Fazit

Ob man es glaubt oder nicht, aber Glücksspiele und Versicherungen sind sich in mancher Hinsicht gar nicht so unähnlich. Natürlich gibt es einige bedeutende Unterschiede, wenn es um die Ziele geht, die mit beidem verfolgt werden. Letztendlich kommt es bei beiden Dingen aber hauptsächlich auf eins an: Glück haben oder nicht!

Diese Zeiten der schnellen Veränderungen und globaler Ansätze führt heute zu neuen Lebensmodellen, denen die Menschen unterworfen sind. Die frühere Formel “Lehre, 40 Jahre Arbeit in diesem Beruf, Rente” hat sich längst überlebt. Man muss heute damit rechnen, in seinem Leben, zwei oder drei Berufe zu erlernen. Diese unsicheren Rahmenbedingungen führten auch dazu, dass weniger Menschen den klassischen Lebensweg gehen und gingen. Immer weniger Familien werden gegründet und immer weniger Kinder werden in Deutschland geboren. Mit einem Blick auf oft magelnde und unklare Perspektiven von Menschen erstaunt dies nicht!

Auch der 2002 eingeführte Euro hat seine Rolle in diesen zyklischen Betrachtungen gespielt. Der Euro ist schlicht und ergreifend handwerklich schlecht gemacht. Eine Währung wird immer davon beeinflusst, wie sich Geld- und Warenmenge in einer Volkswirtschaft gegeneinander verhalten. Die Begrifflichkeiten hierzu sind Inflation und Deflation. Mit dem Euro hat man vielen europäischen Volkswirtschaften eine Währung übergestülpt. Man hat hierbei, quasi, so getan, als ob diese einzelnen Volkswirtschaften eine gesamte Volkswirtschaft bilden! Mit zeitlichem Versatz zeigt sich nun, dass diese Gleichung nicht aufgehen kann. Dinge wie Stabilitätspakt oder unterschiedliche Umrechnungsfaktoren (alte Währung versus Euro) können und konnten dieses Manko nicht ausgleichen. So erstaunt auch nicht, dass mancher Euro-Staat nun pleite ist oder sich auf die Pleite zu bewegt. Die Verhältnismäßigkeit zwischen Währung und Warenmenge einer Volkswirtschaft muss einfach gegeben sein, da helfen auch keine Rettungsschirme.

Europa ist mittlerweile wirklich das Abendland. Auch in Deutschland wird die Bevölkerung immer älter und immer weniger junge Menschen rücken nach. Wir sind noch längst nicht am Ende dieser Entwicklung angelangt. Man spricht vom sogenannten demographischen Wandel, der übrigens keinesfalls überraschend eintritt. Eines dürfte feststehen: Die Familie der 50iger und 60iger Jahre wird es in Deutschland nicht mehr geben. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen lassen derartiges nicht mehr zu. Viele Menschen müssen heute zwei oder drei Jobs annehmen um das teure Leben überhaupt noch bestreiten zu können. Die Politik sonnt sich in günstigen Statistiken zur Arbeitslosigkeit. Dies sind aber wirklich nur Statistiken, da die sogenannten Mini Jobs vieles der Problematik verdecken. Auch die Firmen nutzen die MiniJobber für ihre Zewcke. Lieber drei Minijobber als eine Festanstellung lautet die Devise. Damit spart man Beiträge zur Sozialversicherung und ist flexibler, was Personal angeht.

Um in der Zukunft bestehen zu können sind innovative Lösungen gefragt. Der bisherige Baukasten der Politik und reine Behandlung von Symptomen reicht nicht zur Bewältigung der Probleme. Die zukünftige Gesellschaft und Arbeitswelt ist eine andere als jene, die wir heute kennen. Das fängt im Kindergarten an und hört beim Übertritt in die Rente auf. In jedem Fall wird hierzu eine viel stärkere Verbindung von Arbeitswelt und Privatleben benötigt werden. Wir verlassen im Moment gerade die Industriealisierung und wenden uns einem Zeitalter der Informationswelt zu. Vor dem Hintergrund der aktuellen Umweltprobleme ist dies auch durchaus sinnvoll. Warum fährt ein Arbeitnehmer heute jeden Tag dreissig Kilometer ins Büro, obschon er seine Büroarbeit auch vom heimischen Arbeitsplatz ausüben könnte? Solche Überlegungen wird man sich mehr und mehr machen müssen, will man Ressourcen und Kapital schonen.

Auch die Schule wird sich von der reinen Bildungsanstalt weg bewegen. Die Schule muss mehr Stärken von Schülern fördern und Schwächen ausgleichen. Ihr kommt auch mehr und mehr der Auftrag zu, gesellschaftlich zu vermitteln und zu integrieren. Die Rahmenbedingungen unserer Volkswirtschaft machen dies zwingend erforderlich.

Konjunkturelle Zyklen und Kapital hängen demnach von sehr vielen Faktoren ab, wenn wir über ihre Entwicklung sprechen. Irgendwann wird es sicherlich eine Welt ohne solche Zyklen und ohne Kapital geben (sollte der Mensch sich vorher nicht selber ausradiert haben). Aber von solch einer Zukunft sind wir noch Lichtjahre entfernt!

Oft wird über Versicherungen geschimpft oder negativ gesprochen. Dabei erfüllen Versicherungen einen sehr wichtigen Dienst an uns allen. Stellt sich natürlich irgendwo die Frage, worin die Bedeutung der Versicherung für die Volkswirtschaften besteht.

Das Versicherungswesen ist längst nicht so alt wie beispielsweise das Bankenwesen. Sozialversicherungen und das private Versicherungswesen sind im eigentlichen Sinne Begleiterscheinungen der Industriealisierung, die Ende/Mitte des 19.Jahrhunderts einsetzte.

Man kannte vorher durchaus Dinge, die dem Prinzip einer Versicherung nahe kamen. So gab es Zusammenschlüsse von Bauern oder sonstigen Grundbesitzern, um sich vor Schäden durch Feuer zu schützen. Salopp formuliert: Brannte ein Bauernhof ab, so wurde der Bauer aus dem Topf entschädigt, in den alle einzahlten. Aus solchen losen Zusammenschlüssen entstanden später sogenannte Brandkassen.

Im Zuge der Industrialisierung schloss sich die arbeitende Bevölkerung mehr und mehr zusammen. Es entstanden Gewerkschaften und die Notwendigkeit in Richtung der sozialen Absicherung bei Krankheit, im Alter, bei Arbeitsunfällen oder Arbeitslosigkeit. Hierdurch entstanden Berufsgenossenschaften, Sozialversicherungen und Sozialgesetze. Die Sozialversicherung setzt hierbei auf Solidarität. Für den Beitrag ist nicht das Risiko des einzelnen entscheidend. Der Beitrag ergibt sich, im Regelfall, aus einem bestimmten Prozentanteil des Einkommens. Ende des 20.Jahrhunderts trat auch das Thema der Pflege im Alter in Erscheinung, da die Lebenserwartung der Menschen zunahm und zunimmt. Diese solidarische Gemeinschaft der Versicherten wird auch unter den Begriff der Versicherungen nach Solidaritätsprinzip gefasst.

Anders verhält es sich bei Versicherungssegmenten, die sich auf ein Risiko beziehen. Hier spricht man von dem sogenannten “Individualitätsprinzip”. Dies meint, dass sich der Beitrag auf die Höhe des Risikos bezieht, welches versichert werden soll. Eine Millionenvilla im Hurrican Gebiet Floridas gegen Sturm zu versichern ist teurer als ein Reihenhaus in Erkenschwick ebenfalls gegen Sturm zu schützen. Die Intention ist klar: Entstehen durch Sturm Schäden, so ist der zu erwartende Schaden am Objekt in Florida deutlich höher zu erwarten. Der Beitrag verhält sich also proportional zur Höhe des Risikos. Genau dies ist das “Individualitätsprinzip”.

Die Bedeutung des Versicherungswesens in einer Volkswirtschaft ist also relativ leicht zu formulieren. Eine Versicherung schützt das Kapital eines einzelnen aus dem Gesamtvermögen der Versichertengemeinschaft heraus. Brennt also das o.g. Haus in Erkenschwick ab, so wird der Versicherte von seiner Versicherung entschädigt. Ohne eine Versicherung könnte der betreffende Versicherte seinen Schaden sicherlich nicht selbstständig ausgleichen.

Versicherungen sind aber auch im Bereich der Lebens-, Fonds- und Rentenversicherung tätig. Sie spielen also auch eine wichtige Rolle in Bereichen wie Altabsicherung, Kapitalabsicherung, Kapitalanlage und Existenzsicherung. In dieser Aufgabe sind Versicherungen natürlich auch immens an den Kapitalmärkten aktiv.

Ein ganz wichtiger Gesichtspunkt des Versicherungswesen in einer Volkswirtschaft ist die Übernahme von Haftungsrisiken durch die Versicherer. Die Rede ist hier also von allem, was sich gemein hin Haftpflichtversicherung schimpft. Stellen Sie sich einmal vor, dass es es beispielsweise keine Haftpflichtversicherung für KFZ in Deutschland gäbe. Eine gigantische Zahl von Geschädigten würden auf ihren Schäden “sitzen bleiben”.

Zuletzt sind Versicherer auch Arbeit- und Auftragsgeber. Man braucht als Versicherung Angestellte im Innen- und Außendienst. Zudem müssen Bürogebäude oder Fuhrparks repariert, gepflegt und erhalten bleiben. Versicherungen produzieren also auch Arbeit!

Versicherungen haben also, in vielerlei Hinsicht, eine große Bedeutung für die jeweilige Volkswirtschaft. Hieran sollte man stets denken!

Im klassischen Sinne diente die Lebensversicherung zum einen der Kostendeckung im Todesfall (frühere Sterbekassen) und als Altersvorsorge. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich diese klassische Ausrichtung stark geändert. Steuergesetzgebung und die Finanzmärkte haben zu einem Wandel oder eine Abkehr vom klassischen Lebengeschäft geführt.
Der Staat fördert verschiedenste Bevölkerungsgruppen hinsichtlich ihrer spezifischen Altersvorsorge. Arbeitnehmer können staatliche Förderungen für ihre Alterssicherungen in Anspruch nehmen (sog. Riester-Rente). Pendants hierzu wurden auch für Selbstständige eingerichet (Basisversorgung nach Rürup). Daneben besteht die Möglichkeit der Absicherung über sogenannte Betriebliche Altersvorsorgung (BAV).

Ab dem 01.01.2005 haben Lebensversicherung ihre besondere steuerliche Stellung verloren. Die Erträge aus Verträgen die vor diesem Datum abgeschlossen wurden waren komplett steuerfrei, so die Versicherungsdauer mindestens 12 Jahre betrug und die Beiträge mindestens 5 Jahre gezahlt wurden. Mit dem Wegfall dieses Privilegs verlore die klassische Lebensversicherung ihre Bedeutung. Der heutige Trend liegt mehr in sogenannten Fondspolicen. Hierbei erfolgt die Anlage der Beiträge vorwiegend oder komplett in Fondsanteilen. Naturgemäss ist dies eine relativ riskante Anlageform. Durch diesen Trend verschwimmen die Grenzen zwischen Versicherungs- und Bankengeschäft immer mehr.

Über die Lebensversicherung ist aber auch die reine Absicherung von Risiken möglich. Hier sei die Risikolebensversicherung genannt. Eine bezahlbare Form des reinen Todesfallschutzes. Sie ist auch bei der Absicherung von Krediten eine wichtige Komponente (insbesondere im Bereich der Baufinanzierung). Als Zusatzversicherung zu einer Lebensversicherung oder als eigenständiges Produkt ist auch die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit möglich.

Fazit: Die Wahl des passenden Produktes hängt von mehreren Faktoren ab (Motiv des Abschlusses, Lebenssituation, verfügbares Budget, etc.). Eine gezielte Analyse ist unumgänglich. Staatlich geförderte Alterssicherungen sollten hingegen in jedem Fall in Anspruch genommen, da man ansonsten bares Geld verschenkt!

Was ist eine Rechtschutzversicherung?

Die Rechtschutzversicherung hat in den vergangenen Jahrzehnten eindeutig an Stellenwert gewonnen. War sie in den 70iger Jahren noch eher ein Exot, so wird sie heute häufig abgeschlossen.
Die Gründe für diesen Wandel liegen in der Entwicklung der Gesellschaft. In einer immer mehr anonymen Gesellschaft muss Recht oftmals vor Gerichten durchgesetzt werden. Auch spielt die heutige hohe Verkehrsdichte auf den Strassen eine prägnante Rolle. Mehr Fahrzeuge bedeutet mehr Unfälle und damit wird eine Verkehrsrechtschutzversicherung bedeutend, will man seine eigenen Ansprüche in Folge eines Unfalles durchsetzen.

Die Rechtschutzversicherung kann für unterschiedliche Sektoren abgeschlossen werden. Genannt seien der rein private Bereich, der Beruf, die Vermietung oder der Verkehr. Da juristische Auseinandersetzungen bis zum Ausbruch oftmals schwelen, gibt es für verschiedene Leistungskomponenten Wartefristen. Grundsätzlich muss das Zustandekommen einer Auseinandersetzung nach dem Abschluss des Vertrages liegen. Hat man demzufogle einen Disput mit seinem Nachbarn, einer Firma, einem Mieter, etc. nutzt der Abschluss eines Vertrages für diesen FAll nichts mehr, da das Schadenereignis in der Vergangenheit liegt.

Fazit: Eine Verkehrsrechtschutz sollte man abschliessen. Gerade in diesem Sektor (nicht nur Unfälle sondern auch Bußgeldverfahren, Schwierigkeiten mit Autohäusern, etc.) kann eine Rechtschutzversicherung wertvolle Dienste liefern. Hinsichtlich anderer Leistungsformen bedarf es einer gezielten Analyse des Bedarfs. Grundsätzlich ist heute aber eine Rechtschutzversicherung als sinnvoll zu bewerten. Ansonsten kann nämlich die Durchsetzung des eigenen Rechts am Kostenrisiko scheitern.

Für jedermann einleuchtend ist die Funktionsweise einer Haftpflichtversicherung fürs Auto. Kommt es zu einem Unfall so prüft die eigene Versicherung die Schuldfrage. Hat man den Unfall ganz oder zum Teil verursacht, so begleicht die eigene Versicherung den Schaden gegenüber dem Unfallgegner. Sind dessen Ansprüche hingegen unberechtigt, so lehnt die Versicherung selbige ab. Solch eine Ablehnung findet man im übrigen eher angenehm, da man ja den eigenen Schadenfreiheitsrabatt erhalten möchte.

Die private Haftpflichtversicherung funktioniert weitestgehend wie jene hinsichtlich des KFZs. Allerdings dient sie der finanziellen Absicherung bei Schäden, die man in seinem Privatleben und hierbei nicht beim Fahren mit einem KFZ verursacht. Im Gegensatz zur KFZ-Haftpflicht existiert auch kein Schadenfreiheitsrabatt.

Nun glauben viele Menschen, dass man als Privatperson nicht so horrende Schäden verursachen kann. Diese Annahme ist jedoch trügerisch! Es gibt und gab viele Fälle, bei denen hohe Schäden im privaten Umfeld entstanden. Man sollte bedenken, dass man als Fußgänger oder Radfahrer am Strassenverkehr teilnimmt. In dieser Funktion kann man durchaus Verkehrsunfälle verursachen, die sowohl hohe Sach- als auch Personenschäden zur Folge haben. Ein hohes Risiko hinsichtlich der finanziellen Folgen liegt auch im Naturell der Kinder, die mitunter horrende Schäden verursachen. Zudem sind in Privaten Haftpflichtversicherungen zumeist bereits Risiken hinsichtlich des eigene Besitzes vorhanden. Insbesondere sei hier das Risiko als Eigentümer eines Einfamilienhauses genannt. Stichworte sind hierbei Begriffe wie Räum- und Streupflicht oder das allgemein von Gebäuden ausgehende Gefahrenpotenzial.

Die private Haftpflichtversicherung gleicht berechtigte Ansprüche des Geschädigten aus und lehnt unberechtigte Ansprüche (passive Rechtschutzfunktion) ab. Sie ist damit zum Schutz des eigenen Vermögens unerlässlich und von daher ist der Abschluss eines solchen Vertrages fast schon Pflicht.

Im übrigen kann man solch eine Versicherung auch für weitere Risiken abschliessen. Ein gutes Beispiel ist hierbei die Gefahr der Haltung von Tieren. Besitzt man einen Hund oder ein Pferd so ist auch hier der Abschluss einer entsprechenden Versicherung dringend anzuraten.

Fazit: Haftpflichtversicherungen sind preislich überschaubar und schützen hierbei effektiv das eigene Vermögen. Insoweit sollte man durch einen Fachmann prüfen lassen, welche Risiken des eigenen Daseins zu versichern sind, und einen entsprechenden Vertrag abschliessen!

Was ist eine private Unfallversicherung?

Die Unfallversicherung soll die finanziellen Folgen eines Unfallereignisses auffangen. Der Unfallbegriff ist wie folgt definiert:
“Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsbeschädigung erleidet.”
Die Unfallversicherung leistet insb. Summenentschädigungen bei Invalidität (i.d.R. nach Gliedertaxe) bzw. Tod. Daneben können auch Leistungskomponenten wie Tagegelder, Heilkosten, Bergungskosten oder kosmetische Operationen vereinbart werden. Geleistet wird aber nur streng nach der o.g. Definition des Unfallbegriffes.

Unfallversicherungen sind relativ teuer, d.h. die Beiträge sind beachtenswert. Hier verbirgt sich auch die eigentliche Fragestellung hinsichtlich des Sinns dieser Versicherungsform. Eine ausreichende Absicherung scheitert mitunter am für den Kunden zu hohen Beitrag. Hingegen sind bezahlbare Absicherungen dann zu gering und im konkreten Schadenfall nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Fazit: Es bedarf eines genauen Abwägens von Kosten gegen Nutzen, was die private Unfallversicherung angeht. Ein wirklich ausreichender Schutz dürfte für viele wirtschaftlich nicht darstellbar sein.

Was ist eine KFZ Versicherung?

Bei der KFZ Versicherung muss man grundsätzlich in zwei Dinge unterscheiden. Nach dem Pflichtversicherungsgesetz muss man für den Fall Vorsorge treffen, wenn man jemand anderem einen Schaden durch die Benutzung des KFZ zufügt. Bei dieser Pflichtversicherung handelt es sich um die KFZ Haftpflicht. Schäden am eigenen Fahrzeug kann man ebenfalls absichern in Form einer Fahrzeugteilversicherung (sog. Teilkasko) oder einer Fahrzeugvollversicherung (Vollkasko). Die KFZ Haftpflicht ist eine Pflichtversicherung. Sie beschäftigt sich mit Schäden, die man mit dem eigenen KFZ anderen zufügt. Berechtigte Ansprüche (Volksmund: verschuldet) gleicht sie aus, unberechtigte Ansprüche wehrt sie ab (passive Rechtschutzfunktion). Je mehr Jahre man unfallfrei fährt, um so günstiger gestaltet sich der Beitrag (Schadenfreiheitsrabatt).

Eine Fahrzeugteilversicherung deckt Schäden am eigenen KFZ aufgrund Feuer, Diebstahl, Wasser (Überschwemmung), Sturm, Hagel. Der Abschluss solch einer Versicherung ist freiwillig und Eigenbehalte im Schadenfall (Selbstbeteiligung) kann vereinbart werden. Die Fahrzeugvollversicherung deckt hingegen auch eigen verschuldete Schäden am KFZ ab und beschränkt sich nicht nur auf die Gefahren der Teilversicherung. Auch hier kann ein Selbstbehalt vereinbart werden. Die Vollversicherung umschliesst eine Fahrzeugteilversicherung. Für die Vollkasko existieren ebenfalls Schadenfreiheitsklassen.

Im Zuge des KFZ-GEschäftes bieten viele Gesellschaften andere Produkte als Ergänzung an. Insbesondere sei hier die Verkehrsrechtschutz-Version genannt oder die Absicherung der Insassen gegen Unfall (Insassen-Unfallversicherung).

Fazit: Die KFZ Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben und damit ein Muss. Die Teilversicherung sollte nach Alter und Erhaltungszustand des KFZ ausgewählt werden.

Was ist eine Gebäudeversicherung?

Die Versicherung von Gebäuden ist eine der ältesten Formen der GEwährung von Versicherungsschutz. Ihre Wurzeln findet man in Brandkassen früherer Tage, wo sich Interessengemeinschaften (z.B. Bauern) durch gemeinsame Kassen gegen Feuerschäden absicherten.

Die Gebäudeversicherung leistet bei Schäden am Gebäude in Folge der Gefahren Leitungswasser, Sturm (schliesst Hagel ein) und Feuer (inkl. Blitzschlag). Der Beitrag bestimmt sich durch die Wertigkeit des Gebäudes und der Beschaffenheit und Lage des Objektes (Beispiele: Bauartklassen, Sturmzonen).

Der Abschluss einer Gebäudeversicherung ist oftmals Pflicht, weil die Kreditgläubiger auf einer Absicherung bestehen.

Fazit: Eine Versicherung von Gebäuden ist fast schon als Muss zu betrachten, zumal Gläubiger von Hypothekendarlehen hierauf bestehen und sich Rechte aus dem Vertrag abtreten lassen.

Was ist eine Hausratversicherung?

Mittels einer Hausratversicherung werden die Einrichtungsgegenstände eines Haushaltes in der Regel gegen die Gefahren Feuer, Einbruch/Diebstahl, Leitungswasser und Sturm versichert. Der Einschluss von Sonderrisiken, z.B. dem Diebstahl von Fahrrädern oder Glasbruch, ist möglich.

Grundsätzlich orientiert sich der Beitrag am Wert des Hausrates. Besonders wertvolle Gegenstände sind separat anzugeben und führen zu einem höheren Beitrag.

Wichtig ist folgende Feststellung: Ein ersatzpflichtiger Schaden liegt nur dann vor, wenn eine versicherten Gefahren auf eine der versicherten Sachen (Hausrat) einwirkt. Beispiele:

  • ein Zimmerbrand zerstört Hausratgegenstände.
  • ein Einbrecher entwendet Schmuck und einen Computer.
  • in Folge eines Rohrbruches werden Hausratgegenstände durchnässt und unbrauchbar.

Ein Schadenereignis kann durchaus die Leistung von zwei Versicherern “koppeln”. Im Falle eines Rohrbruches liegt die Behebung des Rohrschadens im Bereich der Gebäudeversicherung. Hingegen haftet die Hausratversicherung für den Wasserschaden an den beweglichen Teilen (dem Hausrat).

Fazit: Der Abschluss einer Hausratversicherung ist sehr sinnvoll!

 

 

Viele von uns kennen die Lehren zur Konjunktur aus der Volkswirtschaft. Aufschwung, Abschwung, Depression oder Hochkonjunktur sind Begriffe dieser Lehre. Oftmals wird dies jedoch für zu kurze Zeiträume gefasst. Eigentlich sind solche Zyklen viel, viel länger, als von manchem Betrachter angenommen. Das Deutschland nach dem Ende des 2.Weltkrieges macht dies sehr gut sichtbar.

Die 50iger Jahre werden oft auch als goldene Jahre bezeichnet. Eine andere Formulierung spricht vom sogenannten Wirtschaftswunder. Die Begründung ist recht profan. Die Zerstörungen des Krieges machten einen umfassenden Neuaufbau erforderlich. Dies bedeutet viel Arbeit und damit natürlich viele Arbeitsplätze. Dies generiert, sozusagen, einen langfristigen und sehr steilen Aufschwung. Passend hierzu gestaltete sich die damalige Gesellschaft. Der Vater ging der Arbeit nach, die Mutter führte den Haushalt und kümmerte sich um die Kinder.

In den 60iger Jahren gab es keine sonderlichen Änderungen in diesem Szenario. Die Menge der Arbeit überstieg das Potenzial an Personal. Insoweit etablierten sich Gastarbeiter in Deutschland, ohne die es nicht funktioniert hätte. Es gab einfach zu viel Arbei für zu wenig Menschen in Deutschland. Ende der 60iger war die Hauptschule bevorzugte Schulform – 80 bis 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen besuchten diese Schulform.

Die ersten Veränderungen ergaben sich in den 70iger Jahren, wobei man hier Trends und spätere Wirkung gut beobachten kann. In den 70iger Jahren wurde beispielsweise erstmalig erkennbar, dass Rohstoffe knapp sind und eine Verteuerung zu erwarten ist. Erstes Indiz war die Ölkrise Mitte der 70iger Jahre. Die 70iger sind aber auch das Jahrzehnt der hohen Inflationsraten. Viele Faktoren spielten eine Rolle. Die Gesellschaft war im Wandel (Pillenknick), der Lebensstandard stieg, höhere Energiepreise und hohe Forderungen der Gewerkschaften waren die Folge. Dies führte zu Tarifabschlüssen, die teilweise durchaus 12 bis 15 Prozent betrugen. Solch eine hohe Inflation führt im Regelfall zu einer Gegenbewegung, die da Rationalisierung heißt. Die Firmen versuchen hiermit gestiegene Personalkosten zu kompensieren.

Ende der 70iger begründete sich dann ein Phänomen, welches im Deutschland der 50iger und 60iger Jahre unbekannt war. Die Rede ist vom Thema der Arbeitslosigkeit. Zudem wurden erste Tendenzen sichtbar, dass die Gesellschaft sich in einem Umbruch befand. Spätestens in den 80iger Jahren nahm die Zahl der klassischen Familien ab. Oftmals galt nun: Beide Partner gehen arbeiten und mehr und mehr rückten staatliche Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen in den Focus, was die Beauftsichtigung der Kinder anging.

Die 80iger Jahre waren aber auch das letzte tatsächlich “fette” Jahrzehnt, wenn es um den Zuwachs von Einkommen ging. In diesem Jahrzehnt gab es durchaus tarfliche Erhöhungen von 6 bis 7 Prozent in den Tarifabschlüssen. Auch die 80iger forcierten mithin das Thema Inflation. Wir lebten weiterhin in einem Zeitalter der hohen Zinsen.

Wenn Kapital und Personal teuer ist, so suchen Arbeitgeber nach neuen Wegen. Die 80iger und 90iger Jahre setzten völlig neue Trends, die auch von internationalen Rahmenbedingungen bestimmt wurden. Stichworte sind internationaler Konkurrenzdruck, Globalisierung, technische Innovationen in der Computertechnik und Wandel der Gesellschaft. Die fetten 70iger und 80iger Jahre, mit hohen Zinsen und Inflationsraten, zeigten nun Auswirkungen. Durch den technologischen Fortschritt konnten Unternehmen Personalkosten senken. Die Formel lautete “Maschine ersetzt Mensch”. Die Zahl der Haushalte mit einem Einkommensbezieher nahm mehr und mehr ab. Gleichzeitig stieg die Zahl der Arbeitslosen. Die Arbeitslosigkeit wurde mehr und mehr zum Problem in Deutschland. Die negative Auswirkung dieser Trends auf die Sozialkassen wurde zudem immer offensichtlicher!

Das Schlagwort der 90iger Jahre und des Jahrtausend Wechsels dürfte die Globalisierung gewesen sein. Die Technik ist und war mittlerweile so ausgereift, dass Unternehmen global agieren konnten. Ein gutes Beispiel dieses Trends bietet die Firma adidas. Mitte der 80iger beschäftigte adidas am Standort Deutschland 3.000 Mitarbeiter, die alle Arbeiten abwickelten. Das Unternehmen würde es, ohne die folgenden Umstrukturierungen, heute sicher nicht mehr geben. Sukzessive wurden Aufgaben global verteilt. Marktforschung, Produktentwicklung, Logistik und Verwaltung befinden sich heute in Deutschland und den USA. Die Produktion selber findet in einem preiswerten Drittland statt. Heute beschäftigt adidas alleine in Deutschland, ohne Produktion, etwa 3.000 Mitarbeiter. Viele Unternehmen folgten diesem Rezept: Die Ingenieur Leistung wird in Deutschland erbracht, die Produktion hingegen in einem preiswerten Drittland.

(Fortsetzung folgt)

Seit es die Menschheit gibt, ist es so, dass Menschen unterschiedliche Dinge besitzen. Der eine baut Getreide an, der nächste stellt Schmuck her, der dritte fängt Fische und der vierte züchtet Schweine. Jeder dieser Menschen wollte jedoch nicht nur sein eigenes Produkt geniessen. Es bestand Bedarf nach anderen Produkten, über die der betreffende Mensch selber nicht verfügte. So entstanden, in grauer Vorzeit, die ersten Handelsbeziehungen. Und dieser Handel basierte auf dem Prinzip des Tausches. Man tauschte Felle gegen Nahrung, waffen gegen Werkzeuge, und, und, und. Diese Form des Handels barg zwei Probleme: Die Güter mussten mit zum Handelsplatz gebracht werden. Zudem wurde es dann kompliziert, wenn man tauschen wollte und das Objekt der eigene Begierde nicht zur Verfügung stand. Dies war umso schwieriger, da es Tauschgüter gab, die verderblich waren. Tauschen, schön und gut! Aber neue Ideen waren gefragt.

Irgendwann wurde erkannt, dass Edelmetalle selten und wertvoll sind. Dies traf insbesondere für Gold und Silber zu. Beide Edelmetalle wurden in Minen gewonnen und haben ihren Wert bis heute erhalten. Aus den Edelmetallen wurden Münzen geprägt und diese als Zahlungsmittel genutzt. Wichtig: Der Wert einer Münze bezog sich auf den Materialwert der selbigen! So entstand das erste Zahlungsmittel oder die Geburt des Geldes. Die Geburtsstunde von “Time is cash, time is money”.

Das Problem lag nun darin, dass man diese schweren Münzen mit sich führen musste. Zm einen war dieses sehr unhandlich. Zum anderen war dies nicht ganz ungefährlich. Stellen Sie sich vor Sie reiten mit einem grossen Sack Goldmünzen durch einen dunklen Wald. Und hinter jeder Mauer könnte eine Räuberbande warten.

Es wurde eine Lösung benötigt für einfach transportables Geld. Zudem war der Vorrat an Edelmetallen so beschränkt, sodass man hiermit keine fäechendeckende Versorgung umsetzen konnte. Es wurde eine neue Art von Geld geboren. In dieser einigte man sich auf einen Wert für dieses Geld. Neben Münzen entstanden nun auch Scheine. Der Wert bestand nicht mehr im Material einer Münze. Viel mehr bestand und besteht der Wert auf einer Vereinbarung aller, die dieses Geld benutzen. Dabei gilt die Gleichtung, dass sich der Wert an Waren und Leistungen einer Region und die Menge an Geld ungefähr gleich gestalten. Hier kommt und kam es aber stets zu Abweichungen.

Ist die Menge des Geldes grösser als die Menge an Waren und Leistungen, so spricht man von Inflation. Irgendwo ja auch logisch. Übertrieben gesagt: Existiert nur ein Brot und im Gegenzug 100 Millionen Euro, so kostet dieses Brot halt 100 Millionen Euro. Zeiten, in denen es so war, gab es übrigens wirklich. Man denke einmal zurück an die Zeit nach dem 1.Weltkrieg.

Umgekehrt ist es aber auch problematisch, wenn die Geldmenge kleiner als die Menge an Waren und Dienstleistungen ist. In diesem Fall spricht man von einer Deflation. Auch dies ist kein erstrebenswertes Ziel, da sich in solch einer Phase keine Gewinne erzielen lassen.

Über viele Jahrhunderte entwickelte sich das Geld zu dem, wie wir es heute kennen. Vielleicht wird es irgendwann auch eine Zeit ohne Geld geben! Dies erscheint, in ferner Zukunft, denkbar.

 

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