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Category: Versicherung

Oft wird über Versicherungen geschimpft oder negativ gesprochen. Dabei erfüllen Versicherungen einen sehr wichtigen Dienst an uns allen. Stellt sich natürlich irgendwo die Frage, worin die Bedeutung der Versicherung für die Volkswirtschaften besteht.

Das Versicherungswesen ist längst nicht so alt wie beispielsweise das Bankenwesen. Sozialversicherungen und das private Versicherungswesen sind im eigentlichen Sinne Begleiterscheinungen der Industriealisierung, die Ende/Mitte des 19.Jahrhunderts einsetzte.

Man kannte vorher durchaus Dinge, die dem Prinzip einer Versicherung nahe kamen. So gab es Zusammenschlüsse von Bauern oder sonstigen Grundbesitzern, um sich vor Schäden durch Feuer zu schützen. Salopp formuliert: Brannte ein Bauernhof ab, so wurde der Bauer aus dem Topf entschädigt, in den alle einzahlten. Aus solchen losen Zusammenschlüssen entstanden später sogenannte Brandkassen.

Im Zuge der Industrialisierung schloss sich die arbeitende Bevölkerung mehr und mehr zusammen. Es entstanden Gewerkschaften und die Notwendigkeit in Richtung der sozialen Absicherung bei Krankheit, im Alter, bei Arbeitsunfällen oder Arbeitslosigkeit. Hierdurch entstanden Berufsgenossenschaften, Sozialversicherungen und Sozialgesetze. Die Sozialversicherung setzt hierbei auf Solidarität. Für den Beitrag ist nicht das Risiko des einzelnen entscheidend. Der Beitrag ergibt sich, im Regelfall, aus einem bestimmten Prozentanteil des Einkommens. Ende des 20.Jahrhunderts trat auch das Thema der Pflege im Alter in Erscheinung, da die Lebenserwartung der Menschen zunahm und zunimmt. Diese solidarische Gemeinschaft der Versicherten wird auch unter den Begriff der Versicherungen nach Solidaritätsprinzip gefasst.

Anders verhält es sich bei Versicherungssegmenten, die sich auf ein Risiko beziehen. Hier spricht man von dem sogenannten “Individualitätsprinzip”. Dies meint, dass sich der Beitrag auf die Höhe des Risikos bezieht, welches versichert werden soll. Eine Millionenvilla im Hurrican Gebiet Floridas gegen Sturm zu versichern ist teurer als ein Reihenhaus in Erkenschwick ebenfalls gegen Sturm zu schützen. Die Intention ist klar: Entstehen durch Sturm Schäden, so ist der zu erwartende Schaden am Objekt in Florida deutlich höher zu erwarten. Der Beitrag verhält sich also proportional zur Höhe des Risikos. Genau dies ist das “Individualitätsprinzip”.

Die Bedeutung des Versicherungswesens in einer Volkswirtschaft ist also relativ leicht zu formulieren. Eine Versicherung schützt das Kapital eines einzelnen aus dem Gesamtvermögen der Versichertengemeinschaft heraus. Brennt also das o.g. Haus in Erkenschwick ab, so wird der Versicherte von seiner Versicherung entschädigt. Ohne eine Versicherung könnte der betreffende Versicherte seinen Schaden sicherlich nicht selbstständig ausgleichen.

Versicherungen sind aber auch im Bereich der Lebens-, Fonds- und Rentenversicherung tätig. Sie spielen also auch eine wichtige Rolle in Bereichen wie Altabsicherung, Kapitalabsicherung, Kapitalanlage und Existenzsicherung. In dieser Aufgabe sind Versicherungen natürlich auch immens an den Kapitalmärkten aktiv.

Ein ganz wichtiger Gesichtspunkt des Versicherungswesen in einer Volkswirtschaft ist die Übernahme von Haftungsrisiken durch die Versicherer. Die Rede ist hier also von allem, was sich gemein hin Haftpflichtversicherung schimpft. Stellen Sie sich einmal vor, dass es es beispielsweise keine Haftpflichtversicherung für KFZ in Deutschland gäbe. Eine gigantische Zahl von Geschädigten würden auf ihren Schäden “sitzen bleiben”.

Zuletzt sind Versicherer auch Arbeit- und Auftragsgeber. Man braucht als Versicherung Angestellte im Innen- und Außendienst. Zudem müssen Bürogebäude oder Fuhrparks repariert, gepflegt und erhalten bleiben. Versicherungen produzieren also auch Arbeit!

Versicherungen haben also, in vielerlei Hinsicht, eine große Bedeutung für die jeweilige Volkswirtschaft. Hieran sollte man stets denken!

Im klassischen Sinne diente die Lebensversicherung zum einen der Kostendeckung im Todesfall (frühere Sterbekassen) und als Altersvorsorge. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich diese klassische Ausrichtung stark geändert. Steuergesetzgebung und die Finanzmärkte haben zu einem Wandel oder eine Abkehr vom klassischen Lebengeschäft geführt.
Der Staat fördert verschiedenste Bevölkerungsgruppen hinsichtlich ihrer spezifischen Altersvorsorge. Arbeitnehmer können staatliche Förderungen für ihre Alterssicherungen in Anspruch nehmen (sog. Riester-Rente). Pendants hierzu wurden auch für Selbstständige eingerichet (Basisversorgung nach Rürup). Daneben besteht die Möglichkeit der Absicherung über sogenannte Betriebliche Altersvorsorgung (BAV).

Ab dem 01.01.2005 haben Lebensversicherung ihre besondere steuerliche Stellung verloren. Die Erträge aus Verträgen die vor diesem Datum abgeschlossen wurden waren komplett steuerfrei, so die Versicherungsdauer mindestens 12 Jahre betrug und die Beiträge mindestens 5 Jahre gezahlt wurden. Mit dem Wegfall dieses Privilegs verlore die klassische Lebensversicherung ihre Bedeutung. Der heutige Trend liegt mehr in sogenannten Fondspolicen. Hierbei erfolgt die Anlage der Beiträge vorwiegend oder komplett in Fondsanteilen. Naturgemäss ist dies eine relativ riskante Anlageform. Durch diesen Trend verschwimmen die Grenzen zwischen Versicherungs- und Bankengeschäft immer mehr.

Über die Lebensversicherung ist aber auch die reine Absicherung von Risiken möglich. Hier sei die Risikolebensversicherung genannt. Eine bezahlbare Form des reinen Todesfallschutzes. Sie ist auch bei der Absicherung von Krediten eine wichtige Komponente (insbesondere im Bereich der Baufinanzierung). Als Zusatzversicherung zu einer Lebensversicherung oder als eigenständiges Produkt ist auch die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit möglich.

Fazit: Die Wahl des passenden Produktes hängt von mehreren Faktoren ab (Motiv des Abschlusses, Lebenssituation, verfügbares Budget, etc.). Eine gezielte Analyse ist unumgänglich. Staatlich geförderte Alterssicherungen sollten hingegen in jedem Fall in Anspruch genommen, da man ansonsten bares Geld verschenkt!

Was ist eine Rechtschutzversicherung?

Die Rechtschutzversicherung hat in den vergangenen Jahrzehnten eindeutig an Stellenwert gewonnen. War sie in den 70iger Jahren noch eher ein Exot, so wird sie heute häufig abgeschlossen.
Die Gründe für diesen Wandel liegen in der Entwicklung der Gesellschaft. In einer immer mehr anonymen Gesellschaft muss Recht oftmals vor Gerichten durchgesetzt werden. Auch spielt die heutige hohe Verkehrsdichte auf den Strassen eine prägnante Rolle. Mehr Fahrzeuge bedeutet mehr Unfälle und damit wird eine Verkehrsrechtschutzversicherung bedeutend, will man seine eigenen Ansprüche in Folge eines Unfalles durchsetzen.

Die Rechtschutzversicherung kann für unterschiedliche Sektoren abgeschlossen werden. Genannt seien der rein private Bereich, der Beruf, die Vermietung oder der Verkehr. Da juristische Auseinandersetzungen bis zum Ausbruch oftmals schwelen, gibt es für verschiedene Leistungskomponenten Wartefristen. Grundsätzlich muss das Zustandekommen einer Auseinandersetzung nach dem Abschluss des Vertrages liegen. Hat man demzufogle einen Disput mit seinem Nachbarn, einer Firma, einem Mieter, etc. nutzt der Abschluss eines Vertrages für diesen FAll nichts mehr, da das Schadenereignis in der Vergangenheit liegt.

Fazit: Eine Verkehrsrechtschutz sollte man abschliessen. Gerade in diesem Sektor (nicht nur Unfälle sondern auch Bußgeldverfahren, Schwierigkeiten mit Autohäusern, etc.) kann eine Rechtschutzversicherung wertvolle Dienste liefern. Hinsichtlich anderer Leistungsformen bedarf es einer gezielten Analyse des Bedarfs. Grundsätzlich ist heute aber eine Rechtschutzversicherung als sinnvoll zu bewerten. Ansonsten kann nämlich die Durchsetzung des eigenen Rechts am Kostenrisiko scheitern.

Für jedermann einleuchtend ist die Funktionsweise einer Haftpflichtversicherung fürs Auto. Kommt es zu einem Unfall so prüft die eigene Versicherung die Schuldfrage. Hat man den Unfall ganz oder zum Teil verursacht, so begleicht die eigene Versicherung den Schaden gegenüber dem Unfallgegner. Sind dessen Ansprüche hingegen unberechtigt, so lehnt die Versicherung selbige ab. Solch eine Ablehnung findet man im übrigen eher angenehm, da man ja den eigenen Schadenfreiheitsrabatt erhalten möchte.

Die private Haftpflichtversicherung funktioniert weitestgehend wie jene hinsichtlich des KFZs. Allerdings dient sie der finanziellen Absicherung bei Schäden, die man in seinem Privatleben und hierbei nicht beim Fahren mit einem KFZ verursacht. Im Gegensatz zur KFZ-Haftpflicht existiert auch kein Schadenfreiheitsrabatt.

Nun glauben viele Menschen, dass man als Privatperson nicht so horrende Schäden verursachen kann. Diese Annahme ist jedoch trügerisch! Es gibt und gab viele Fälle, bei denen hohe Schäden im privaten Umfeld entstanden. Man sollte bedenken, dass man als Fußgänger oder Radfahrer am Strassenverkehr teilnimmt. In dieser Funktion kann man durchaus Verkehrsunfälle verursachen, die sowohl hohe Sach- als auch Personenschäden zur Folge haben. Ein hohes Risiko hinsichtlich der finanziellen Folgen liegt auch im Naturell der Kinder, die mitunter horrende Schäden verursachen. Zudem sind in Privaten Haftpflichtversicherungen zumeist bereits Risiken hinsichtlich des eigene Besitzes vorhanden. Insbesondere sei hier das Risiko als Eigentümer eines Einfamilienhauses genannt. Stichworte sind hierbei Begriffe wie Räum- und Streupflicht oder das allgemein von Gebäuden ausgehende Gefahrenpotenzial.

Die private Haftpflichtversicherung gleicht berechtigte Ansprüche des Geschädigten aus und lehnt unberechtigte Ansprüche (passive Rechtschutzfunktion) ab. Sie ist damit zum Schutz des eigenen Vermögens unerlässlich und von daher ist der Abschluss eines solchen Vertrages fast schon Pflicht.

Im übrigen kann man solch eine Versicherung auch für weitere Risiken abschliessen. Ein gutes Beispiel ist hierbei die Gefahr der Haltung von Tieren. Besitzt man einen Hund oder ein Pferd so ist auch hier der Abschluss einer entsprechenden Versicherung dringend anzuraten.

Fazit: Haftpflichtversicherungen sind preislich überschaubar und schützen hierbei effektiv das eigene Vermögen. Insoweit sollte man durch einen Fachmann prüfen lassen, welche Risiken des eigenen Daseins zu versichern sind, und einen entsprechenden Vertrag abschliessen!

Was ist eine private Unfallversicherung?

Die Unfallversicherung soll die finanziellen Folgen eines Unfallereignisses auffangen. Der Unfallbegriff ist wie folgt definiert:
“Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsbeschädigung erleidet.”
Die Unfallversicherung leistet insb. Summenentschädigungen bei Invalidität (i.d.R. nach Gliedertaxe) bzw. Tod. Daneben können auch Leistungskomponenten wie Tagegelder, Heilkosten, Bergungskosten oder kosmetische Operationen vereinbart werden. Geleistet wird aber nur streng nach der o.g. Definition des Unfallbegriffes.

Unfallversicherungen sind relativ teuer, d.h. die Beiträge sind beachtenswert. Hier verbirgt sich auch die eigentliche Fragestellung hinsichtlich des Sinns dieser Versicherungsform. Eine ausreichende Absicherung scheitert mitunter am für den Kunden zu hohen Beitrag. Hingegen sind bezahlbare Absicherungen dann zu gering und im konkreten Schadenfall nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Fazit: Es bedarf eines genauen Abwägens von Kosten gegen Nutzen, was die private Unfallversicherung angeht. Ein wirklich ausreichender Schutz dürfte für viele wirtschaftlich nicht darstellbar sein.

Was ist eine KFZ Versicherung?

Bei der KFZ Versicherung muss man grundsätzlich in zwei Dinge unterscheiden. Nach dem Pflichtversicherungsgesetz muss man für den Fall Vorsorge treffen, wenn man jemand anderem einen Schaden durch die Benutzung des KFZ zufügt. Bei dieser Pflichtversicherung handelt es sich um die KFZ Haftpflicht. Schäden am eigenen Fahrzeug kann man ebenfalls absichern in Form einer Fahrzeugteilversicherung (sog. Teilkasko) oder einer Fahrzeugvollversicherung (Vollkasko). Die KFZ Haftpflicht ist eine Pflichtversicherung. Sie beschäftigt sich mit Schäden, die man mit dem eigenen KFZ anderen zufügt. Berechtigte Ansprüche (Volksmund: verschuldet) gleicht sie aus, unberechtigte Ansprüche wehrt sie ab (passive Rechtschutzfunktion). Je mehr Jahre man unfallfrei fährt, um so günstiger gestaltet sich der Beitrag (Schadenfreiheitsrabatt).

Eine Fahrzeugteilversicherung deckt Schäden am eigenen KFZ aufgrund Feuer, Diebstahl, Wasser (Überschwemmung), Sturm, Hagel. Der Abschluss solch einer Versicherung ist freiwillig und Eigenbehalte im Schadenfall (Selbstbeteiligung) kann vereinbart werden. Die Fahrzeugvollversicherung deckt hingegen auch eigen verschuldete Schäden am KFZ ab und beschränkt sich nicht nur auf die Gefahren der Teilversicherung. Auch hier kann ein Selbstbehalt vereinbart werden. Die Vollversicherung umschliesst eine Fahrzeugteilversicherung. Für die Vollkasko existieren ebenfalls Schadenfreiheitsklassen.

Im Zuge des KFZ-GEschäftes bieten viele Gesellschaften andere Produkte als Ergänzung an. Insbesondere sei hier die Verkehrsrechtschutz-Version genannt oder die Absicherung der Insassen gegen Unfall (Insassen-Unfallversicherung).

Fazit: Die KFZ Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben und damit ein Muss. Die Teilversicherung sollte nach Alter und Erhaltungszustand des KFZ ausgewählt werden.

Was ist eine Gebäudeversicherung?

Die Versicherung von Gebäuden ist eine der ältesten Formen der GEwährung von Versicherungsschutz. Ihre Wurzeln findet man in Brandkassen früherer Tage, wo sich Interessengemeinschaften (z.B. Bauern) durch gemeinsame Kassen gegen Feuerschäden absicherten.

Die Gebäudeversicherung leistet bei Schäden am Gebäude in Folge der Gefahren Leitungswasser, Sturm (schliesst Hagel ein) und Feuer (inkl. Blitzschlag). Der Beitrag bestimmt sich durch die Wertigkeit des Gebäudes und der Beschaffenheit und Lage des Objektes (Beispiele: Bauartklassen, Sturmzonen).

Der Abschluss einer Gebäudeversicherung ist oftmals Pflicht, weil die Kreditgläubiger auf einer Absicherung bestehen.

Fazit: Eine Versicherung von Gebäuden ist fast schon als Muss zu betrachten, zumal Gläubiger von Hypothekendarlehen hierauf bestehen und sich Rechte aus dem Vertrag abtreten lassen.

Was ist eine Hausratversicherung?

Mittels einer Hausratversicherung werden die Einrichtungsgegenstände eines Haushaltes in der Regel gegen die Gefahren Feuer, Einbruch/Diebstahl, Leitungswasser und Sturm versichert. Der Einschluss von Sonderrisiken, z.B. dem Diebstahl von Fahrrädern oder Glasbruch, ist möglich.

Grundsätzlich orientiert sich der Beitrag am Wert des Hausrates. Besonders wertvolle Gegenstände sind separat anzugeben und führen zu einem höheren Beitrag.

Wichtig ist folgende Feststellung: Ein ersatzpflichtiger Schaden liegt nur dann vor, wenn eine versicherten Gefahren auf eine der versicherten Sachen (Hausrat) einwirkt. Beispiele:

  • ein Zimmerbrand zerstört Hausratgegenstände.
  • ein Einbrecher entwendet Schmuck und einen Computer.
  • in Folge eines Rohrbruches werden Hausratgegenstände durchnässt und unbrauchbar.

Ein Schadenereignis kann durchaus die Leistung von zwei Versicherern “koppeln”. Im Falle eines Rohrbruches liegt die Behebung des Rohrschadens im Bereich der Gebäudeversicherung. Hingegen haftet die Hausratversicherung für den Wasserschaden an den beweglichen Teilen (dem Hausrat).

Fazit: Der Abschluss einer Hausratversicherung ist sehr sinnvoll!

 

 

 

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